Was wäre, wenn man durch eine Tür tritt und plötzlich 2.000 Jahre zurückreist?
Im Römerlager im Zeughaus Augsburg beginnt genau dieses Abenteuer. Nach der Schließung des Römischen Museums der Stadt Augsburg auf unbestimmte Zeit wurde eine neue Interims-Ausstellung zusammengestellt.
Hinter dicken Mauern erzählen alte Gegenstände von einer Zeit, in der römische Soldaten hier lagerten, marschierten und ihren Alltag lebten. Helme, Werkzeuge und geheimnisvolle Fundstücke wirken wie stille Zeugen und lassen Kinder staunen: Wer hat das wohl benutzt? Wie klang ein Lager voller Stimmen und Schritte? Zwischen Vitrinen und Bildern entsteht eine Welt, in der Fantasie und Geschichte ineinandergreifen.
Manche Objekte laden dazu ein, ganz nah heranzutreten und sich vorzustellen, wie schwer eine Rüstung war oder wie ein römischer Schuh sich angefühlt haben mag. Ohne viel Erklären entfaltet sich eine Atmosphäre, die Fragen weckt und Bilder im Kopf entstehen lässt.
Das Römerlager ist kein Ort zum schnellen Durchlaufen, sondern eine Einladung zum Verweilen, Träumen und Entdecken – eine kleine Zeitreise mitten in Augsburg.
Bild: Monika Harrer



